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Syntax der ZeileneingabeSuchoperatorenWortformoperatorenWortformlistenoptionen

Listenoptionen

Allgemeine Beschreibung

Suchbegriffe, die Wortformlisten erzeugen, können mit verschiedenen Listenoptionen versehen werden. Somit können die folgenden Suchbegriffe Listenoptionen enthalten:

Zu den Listenoptionen gehören die folgenden Angaben:

Wortfrequenzfilter und Wortlistensegmente sind reine Wortformlistenoptionen: sie beziehen sich direkt auf die aufzubauende Wortformliste und beeinflussen ihren Inhalt.

Textpositionen hingegen beeinflussen die Wortformliste nicht, sondern wirken sich erst auf die danach stattfindende Recherche im Text aus. Außerdem lassen sich Textpositionen nicht nur auf Wortformen anwenden, sondern auch auf Annotationen und komplexere Suchanfragen1.

Formulierung von Listenoptionen

Listenoptionen werden mittels einer der beiden folgenden Formen spezifiziert, wobei der ':' als Trennzeichen dient.

Dabei bildet, unter den Wortformoperatoren, der #REG-Operator eine Ausnahme, da ihm nur mittels des #BED-Operators Listoptionen angehängt werden können.

Allgemeine Formulierung

  1. Form: Suchbegriff:opt1:opt2:opt3

    In dieser Form werden die Listenoptionen direkt, d.h. ohne Leerzeichen, an das Suchwort angehängt.

    Anwendbar auf Suchbegriffe mit Platzhaltern, Grundformen und Elementnamen in #ELEM.

  2. Form: #BED(Suchanfrage, :opt1:opt2:opt3)

    In dieser Form werden die Listenoptionen innerhalb des #BED-Operators nach dem Komma und einem Leerzeichen eingegeben.

    Anwendbar auf #REG und alle komplexen Suchanfragen.

Bei opt1, opt2, etc. handelt es sich um die oben aufgeführten Listenoptionen. Alle Optionen sind optional und können in beliebiger Reihenfolge angegeben werden, wobei jede Option sinnvollerweise höchstens 1 Mal erscheinen sollte.

Beispiele

*geachtet*:F>10:sa,-se:#2

Der Suchbegriff *geachtet* wird in diesem ersten Beispiel durch ein Frequenzfilter, zwei Bedingungen über die Textposition und eine Listsegmentnummer ergänzt.

&L&Betrieb:sa,-se

Der Lemmatisierungsoperator kann direkt mit Bedingungen verknüpft werden.

#BED(Teilsuche, Bedingungen)

Der Bedingungsoperator #BED kann ebenfalls dafür eingesetzt werden, eine oder mehrere dieser Bedingungen mit einer (Teil-)Suchanfrage zu verknüpfen:

#BED( #REG(^[A-Z][a-z]{2,10}$), :F>10:sa,-se:#2 )

In diesem 2. Beispiel wird dieselbe Sequenz von Listenoptionen mittels des #BED-Operators mit dem #REG()-Operator verknüpft.

Bemerkung: Listenoptionen können nicht direkt an #REG() angehängt werden, sondern brauchen dafür den #BED()-Operator.

Wann sollten Bedingungen zwischen Anführungszeichen geschrieben werden

Sequenzen von Bedingungen wie se,-pe im folgenden Beispiel sollten zwischen Anführungszeichen geschrieben werden, damit der gesamte #REG-Ausdruck korrekt interpretiert wird:

#BED( Der /+w2:5 "Betrieb:se,-pe", pa)

Die Formulierung von Bedingungen mit dem /-Zeichen wie z.B. pa/pe sollten ebenfalls zwischen Anführungszeichen geschrieben werden:

#BED( Der /+w2:5 Betrieb, "pa/pe")

Nicht realisierte Formulierungen

Für reguläre Ausdrücke müssen die Listenoptionen notwendigerweise mittels des #BED-Operators, wie oben vorgestellt, eingegeben werden. Anbei zwei Formulierungen ohne #BED, die von COSMAS II nicht verstanden werden:

#REG(^[A-Z][a-z]{2,10}$:F>10:sa,-se:#2)

Bemerkung: innerhalb von #REG können keine Listenoptionen an den regulären Ausdruck angehängt werden.

#REG(^[A-Z][a-z]{2,10}$):F>10:sa,-se:#2

Bemerkung: an den Operator #REG können keine Listenoptionen angehängt werden.


1: Textpositionen werden der Einfachheit halber zu den Listenoptionen gezählt, da in der Suchanfragesprache rein syntaktisch nicht zwischen ihnen unterschieden wird.

COSMAS II, Programmbereich Korpuslinguistik - 06. 06. 2019